SYSTEM

SYSTEM


360 x 150 cm (Diptychon) / Acryl , Ölpastell und Bleistift auf Leinwand

Grötzbach, sabine grötzbach, groetzbach, sgroetzbach, UV, Blacklight, Blacklight-art, Blacklightart, ultraviolett, ultra violett, ultra-violett, uv-kunst, moderne kunst, modern art, expressionismus, 76356 Weingarten, 76356, Karlsruhe, Kunst, Kunst Karlsruhe, Ausstellung, Art, SystemGrötzbach, sabine grötzbach, groetzbach, sgroetzbach, UV, Blacklight, Blacklight-art, Blacklightart, ultraviolett, ultra violett, ultra-violett, uv-kunst, moderne kunst, modern art, expressionismus, 76356 Weingarten, 76356, Karlsruhe, Kunst, Kunst Karlsruhe, Ausstellung, Art, System
Der Mensch, eingezwängt in ein Räderwerk, in ein System – sei es politisch (z.B. Unterwerfung unter Diktaturen), gesellschaftlich oder sozial. Er wird zerlegt in seine Einzelteile, auseinandergenommen und eingepasst in dieses Sytem. Das einzelne Individuum mit seiner Einzigartigkeit wird gleichgeschalten, es durchläuft einen Prozess der Anpassung und „Optimierung“ an das System.
Im Gemälde wird dies durch unterschiedliche Metaphern aufgezeigt. Der Computer-Roboter auf der linken Bildseite steuert das System. Er ist der „Optimizer“ und ihm wurde einprogrammiert, den Menschen als „Human capital“ zu verarbeiten, um aus diesem, wie im Code auf dem Monitor angegeben, den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. In dieser „Transformation“ zählt letztlich nur das Geld („money“).
Der Mensch durchläuft dieses System und wird dabei geistig deformiert, Gehirnwäschen (Trichter „Wash“) unterzogen und es wird Druck („Pressure“) ausgeübt, was letztlich zum Hirntod („Braindead“) führt. Als Endstufe der Transformation bleibt nichts Menschliches übrig, der Mensch wurde selbst zum Computer-Roboter umprogrammiert, der nur noch dem Zweck dient, stupide Befehle (Programmiersprache „1110010001… ja/nein“) zu befolgen. Er wurde umgerüstet, damit auch er als „Optimizer“ an den Anfang einer neuen Produktionskette gestellt werden kann und wiederum Menschen zu neuen „Robotern“ transformiert.
Bereits 1936 machte Charlie Chaplin mit seinem Film „Moderne Zeiten“ auf die Problematik eines solchen „Systems“ aufmerksam und prangerte den Taylorismus* an. Seine Darstellung, wie ein Mensch in das Räderwerk eines solchen Systems gerät und darin „transformiert“ wird, diente mir bei meinem Gemälde als Inspiration.

(*“Als Taylorismus bezeichnet man das von dem US-Amerikaner Frederick Winslow Taylor“ (1856–1915) begründete Prinzip einer Prozesssteuerung von Arbeitsabläufen, die von einem auf Arbeitsstudien gestützten und arbeitsvorbereitenden Management detailliert vorgeschrieben werden und für die der Begriff Scientific Management geprägt wurde. Der Begriff Taylorismus wird synonym, jedoch in vorwiegend kritischem Kontext verwendet. Meist ist dabei nicht das originäre Konzept des Scientific Management gemeint, sondern seine Umsetzung und Wirkung.“ Zitat Wikipedia)

Alle BLACK-LIGHT-Gemälde zeigen bei Licht und bei Dunkelheit, unter ultraviolettem Licht, zwei völlig unterschiedliche Darstellungen. Sowohl die Farbwahrnehmung als auch Details in der Szenerie der Gemälde verändern sich vom Tageslicht zur Dunkelheit.

DIE ENTSTEHUNG DES GEMÄLDES

 

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